Beschluss A 15: A 15 - Du bist in Bewegung – Sport
Antragsteller*in: | Landesvorstand (dort beschlossen am: 19.01.2022) |
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Antragshistorie: | Version 1(21.01.2022) Version 1(22.02.2022) |
Antragsteller*in: | Landesvorstand (dort beschlossen am: 19.01.2022) |
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Antragshistorie: | Version 1(21.01.2022) Version 1(22.02.2022) Version 1 |
A. 15. Du bist in Bewegung – Sport
Der Sport ist in Schleswig-Holstein ein wichtiger Bestandteil des
gesellschaftlichen Lebens. Er ruht hier im Land auf den Schultern der oftmals
ehrenamtlich organisierten Vereine und Verbände. Besonders die Vereine sind
landesweit Orte des Zusammentreffens, der Integration und Inklusion sowie der
Gesundheitsförderung. Diese Rollen wollen wir unterstützen und stärken. Mit der
Einführung eines Sportfördergesetzes in der letzten Wahlperiode ist es uns
gelungen, die Sportförderung auf sichere Beine zu stellen und eine wertvolle
Struktur zu sichern, auf der wir nun weiter aufbauen können.
A. 15. 1. Breiten- und Leistungssport
Wir haben den Breiten- und Leistungssport in der vergangenen Wahlperiode
deutlich besser finanziert und werden auch weiterhin eine bedarfsgerechte
Finanzierung zur Verfügung stellen – insbesondere zur Unterstützung des
weitreichenden, wertvollen Ehrenamtes. Leitlinie wird uns dabei die landesweite
Sportentwicklungsplanung unter dem Titel „Sportland Schleswig-Holstein“ sein.
Die im Sportentwicklungsplan enthaltenen Maßnahmen werden wir entsprechend der
in der laufenden Wahlperiode gefundenen Priorisierung umsetzen. Insbesondere
werden wir uns dafür einsetzen, für die barrierefreie und energetische Sanierung
der Sportstätten im Land auch weiterhin Investitionsmittel zu sichern und so den
landesweiten Sanierungsstau abzubauen.
Wir setzen uns für die Förderung von Frauen in Vereinen und Verbänden ein.
Wir setzen uns für die Förderung von Frauen, inter*, nicht-binären und trans* Personen in Vereinen und Verbänden ein.
Sport muss so inklusiv wie möglich gestaltet werden und eine faire Teilhabe
insbesondere von Menschen mit Behinderungen ermöglichen. Diskriminierende
Tendenzen, psychischer wie auch physischer Druck sowie sexualisierte Gewalt
dürfen keinerlei Platz in Verbänden und Vereinen haben. Uns ist es wichtig, dass
alle Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gleichermaßen Sport machen und sich
in Vereinen organisieren können. Daher soll auch der Para-Sport ein fester
Bestandteil von Vereinsangeboten sein. Hierfür ist es notwendig, die Aus- und
Fortbildung von Trainer*innen und Übungsleiter*innen auszubauen. Im Rahmen der
Sportförderung soll auch die Anschaffung von speziellen Trainingsgeräten für den
Para-Sport erleichtert werden.
Damit Sportvereine diskriminierungsfreie Räume werden und zur gesellschaftlichen
Akzeptanz von Minderheiten beitragen, wollen wir die Antidiskriminierungsarbeit
von Vereinen unterstützen.
Wir bekennen uns zum Leistungssport in Schleswig-Holstein. Bei der Förderung des
Spitzensports wollen wir die Bedingungen und Perspektiven für
Leistungssportler*innen, insbesondere für den Nachwuchs, in den Mittelpunkt
stellen. Zur Förderung des Leistungssports setzen wir uns für den Aufbau
sogenannter Eliteschulen des Sports ein. Um diese personell auszustatten, wollen
wir die Einstellung und Finanzierung von haupt- und ehrenamtlichen Kräften
unterstützen und die Finanzierung hierfür erweitern.
Wir bekennen uns zum Leistungssport in Schleswig-Holstein. Bei der Förderung des Spitzensports wollen wir die Bedingungen und Perspektiven für Leistungssportler*innen, insbesondere für den Nachwuchs, in den Mittelpunkt stellen. Zur Förderung des Leistungssports setzen wir uns für den Aufbau sogenannter Eliteschulen des Sports ein. Um diese personell auszustatten, wollen wir die Einstellung und Finanzierung von haupt- und ehrenamtlichen Kräften unterstützen und die Finanzierung hierfür erweitern.Zur Förderung des Leistungssports wollen wir die Vereine nach britischem Vorbild unterstützen. Insgesamt wollen wir die Förderung von jungen Leistungssportler*innen in Schleswig-Holstein neu denken und dabei insbesondere junge Frauen sowie inter*, nicht-binäre und trans* Personen bedenken.
Die Olympiastützpunkte im Land wollen wir erhalten und den Sportler*innen
bestmögliche Trainingsbedingungen bieten. Die Planung einer Trainingsanlage für
Beachvolleyball ist dafür ein wichtiger Schritt.
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns auch die Dopingprävention, die bereits
im Breitensport stattfinden muss. Wo offizielle Stellen nicht kontrollieren,
darf keine Grauzone entstehen. Dabei setzen wir vor allem auf Aufklärungs- und
Präventionsprogramme in den Vereinen selbst.
A. 15. 2. Schwimmen
Unser oberstes Ziel lautet: Jedes Kind muss schwimmen lernen!
Dabei haben die letzten Jahre gezeigt, dass das Erlernen des Schwimmens zum
einen von einer ausreichenden Anzahl an Schwimmstätten und der Verfügbarkeit von
Kursen und zum anderen von der Einbindung der Schwimmausbildung in den
Schulunterricht abhängig ist. Wir wollen den Ausbau der Schwimmstätten weiter
fördern, um ein Zehntel der Lehrkräfte jeder Schule für die Schwimmausbildung zu
qualifizieren. Um das Angebot auch auf Erwachsene erweitern zu können, streben
wir in gemeinsamer Verantwortung mit den Kommunen an, organisierte
Schwimmvereine für die Ausbildung und Bezahlung von Schwimmtrainer*innen zu
unterstützen.
A. 15. 3. E-Sport
Als E-Sport definieren wir das wettbewerbsmäßige Spielen von Videospielen am
Computer, der Konsole oder anderen Geräten. In Teilen der Gesellschaft hat der
E-Sport noch mit fehlender Akzeptanz und Anerkennung sowie Vorurteilen zu
kämpfen. Wir begrüßen, dass der E-Sport auf Bundesebene als gemeinnützig
anerkannt werden soll. Die entsprechenden Initiativen auf Bundesebene werden wir
auch in Schleswig-Holstein in der Umsetzung konstruktiv begleiten.
Dadurch sollen die Vereine mit geringeren bürokratischen Hürden konfrontiert
werden und von steuerlichen Erleichterungen profitieren. Darüber hinaus wird so
der Zugang zu kommunalen Räumen ermöglicht.
Wir unterstützen den Aufbau eines Landesverbands E-Sport und werden uns dafür
einsetzen, dass die Trägerschaft für das Landeszentrum E-Sport auf den
Landesverband übergeht. Wir werden diesen entsprechend finanzieren. Damit
sichern wir die wichtige Verbandsarbeit im Bereich des E-Sports von Anfang an,
und zwar entlang klar definierter Regeln. Den Aufbau von Vereinen und Strukturen
wollen wir unterstützen.
Um dennoch die Risiken des E-Sports aufzufangen, halten wir es für
unverzichtbar, Vereine zum Ausbau von Strukturen zur Suchtprävention und
Medienpädagogik anzuhalten und sie dabei aktiv zu unterstützen. Hierfür wollen
wir finanzielle Mittel bereitstellen.
Um dennoch die Risiken des E-Sports aufzufangen, halten wir es für unverzichtbar, Vereine zum Ausbau von Strukturen zur Suchtprävention und Medienpädagogik anzuhalten und sie dabei aktiv zu unterstützen. Hierfür wollen wir finanzielle Mittel bereitstellen.
Tiere im Sport
Bei Tieren im Sport ist stets auf eine tiergerechte Haltung und Ausübung des Sports zu achten.Die Ausbildung der Sportler*innen ist entsprechend zu gestalten.Hilfsmittel,die dem Tier schaden,sollten nicht eingesetzt werden.Die Bedürfnisse der Tiere sollten so weit wie möglich berücksichtigt werden. Nicht die "Nutzung"des Tieres im Sport soll im Mittelpunkt stehen,sondern die Partnerscbaft mit dem Tier.
Im Profisport mit Tieren gibt es viele Regeln,aber im Freizeitsport solte mehr auf die Haltung der Tiere geachtet werden und mehr kontrolliert werden.
Wir wollen prüfen in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Sportverbänden,ob es möglich ist, bei Tieren im Sport einen Sachkundenachweis-Tierführerschein-einzuführen,mit dem grundlegende Kentnisse der tiergerechten Haltung der Tiere und des Ausübung des Sports bescheinigt werden.
Für den Reitsport wollen wir uns für ein Ausbau des Reitwegenetzes in den Wäldern Schleswig-Holsteins einsetzen .
A. 15. 4. Nachhaltigkeit im Sport
Sportliche Großveranstaltungen sind Teil unseres gesellschaftlichen Lebens. Wir
wollen erreichen, dass diese Veranstaltungen bis spätestens zum Jahr 2030
klimaneutral und nachhaltig im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele ausgerichtet
werden. Wir wollen ein professionelles Ressourcen- und Umweltmanagement für
Sportgroßveranstaltungen etablieren und die Klimafolgen in Form einer CO2-Bilanz
transparent und nachvollziehbar machen. Unvermeidbare CO2-Emissionen sollen
kompensiert werden.
Dazu gehört im Kern die Ressourcenschonung, die Verwendung von erneuerbaren
Energien, Abfallvermeidung und Recycling sowie die Versorgung mit regionalen,
saisonalen und fairen Produkten. Darüber hinaus soll auch die Einbindung lokaler
Dienstleister*innen und das Wahrnehmen von sozialer Verantwortung Teil einer
grünen und nachhaltigen Sportveranstaltungskultur sein.
Wir setzen für Stadien und andere Sportstätten auf die Erreichbarkeit ohne PKW
und Veranstaltungen der kurzen Wege. Dafür wollen wir spezielle Angebote für die
Nutzung und Einbindung des ÖPNV für Teilnehmer*innen und Besucher*innen
entwickeln.
Wir setzen für Stadien und andere Sportstätten auf die Erreichbarkeit ohne PKW und Veranstaltungen der kurzen Wege. Dafür wollen wir spezielle Angebote für die Nutzung und Einbindung des ÖPNV für Teilnehmer*innen und Besucher*innen entwickeln. Wir wollen die Sportförderung ökologisch nachhaltig ausgestalten und Alternativen zu Kunstrasenspielfeldern in Zusammenarbeit mit Sportverbänden und Wissenschaft entwickeln, die sowohl den Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit als auch den Ansprüchen an die Spielfeldqualität gerecht werden.
Die Nutzung von bestehender Infrastruktur an Sport- und Veranstaltungsstätten
besitzt oberste Priorität. Nachnutzungen sollen bereits in der Planung
berücksichtigt und auf ihre soziale, wirtschaftliche und infrastrukturelle
Verträglichkeit geprüft werden. Die Vergabe und Ausrichtung von internationalen
Sportgroßveranstaltungen wie Olympischen und Paralympischen Spielen in
Schleswig-Holstein knüpfen wir an klimafreundliche Konzepte und eine frühzeitige
Einbeziehung der Bevölkerung inklusive Bürger*innenentscheid.
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